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Astrid Riese – Klavierunterricht hinter Gittern

Astrid Riese – Klavierunterricht hinter Gittern
 
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Buch-VÖ: 09. Juli 2009
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Astrid Riese
„Viele Wege führen nach draußen ...“

Klavierunterricht hinter Gittern. Ein Tagebuch

185 Seiten / brosch.
ISBN 978-3-932876-35-3
EUR 18,- / Staccato-Verlag, Düsseldorf 2009
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Autorin Astrid Riese

„Musik ist für mich eine feinsinnige Art der Kommunikation. Geben und Nehmen, Erforschen und Zuhören, Miteinander – ohne Wettkampf, eine lebenslanges Ringen und Freude, also: ein immerwährendes Abenteuer.“
Astrid Riese


Astrid Riese ist Musikpädagogin und widmet sich mit Leidenschaft den verschiedensten Facetten musikalischer Betätigung, stets unter der Prämisse des Musizierens in Gemeinschaft.

Seit nun schon 27 Jahren arbeitet sie als Pädagogin an der „Musikschule Lohne e. V.“ und unterrichtet neben Violine, Viola und Klavier auch Streichorchester und Chöre. Sie leitet das Kammerorchester Lohne-Vechta e.V. und den Trinitatis-Chor Diklage, ist Mitglied des Ensembles „pro musica Osnabrück e.V.“ und als Organistin und Pianistin tätig. Astrid Riese hat bereits mehrere Lehrhefte für Streicherensembles und Blockflöten veröffentlicht.
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PRESSETEXT

Ein Bericht von der Freiheit des Klavierspiels

Gefängnisse sind keine bevorzugten Stätten künstlerischer Erfahrung, denkt man. – Astrid Riese weiß diese Annahme zu widerlegen. Die Klavierpädagogin hat sich aufgrund des Auftrags einer Stiftung in eine JVA für Frauen begeben, um dort neue Schülerinnen zu finden und ihnen mit dem Zugang zum Klavierspiel neue persönliche Perspektiven zu eröffnen. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Bericht niedergelegt, dessen Tagebuchform das abenteuerliche Projekt so authentisch wie individuell vergegenwärtigt.

Astrid Riese nimmt den Umweg über die Kunst: Die sozialpädagogische „Mission“ ist hier gekleidet in das Gewand des Umgangs mit der Musik, das Eis entsprechend schnell gebrochen und eine Begeisterung entfacht, die den Häftlingen neue Wege aufzeigt – vielleicht auch die nach „draußen“. Mit ihrem Credo „Musik ist Kommunikation“ wendet sich die Pädagogin von Anbeginn gegen die „Einzelhaft am Klavier“ und schafft neben dem musikalischen Know-how bald eine bleibende Grundlage für zwischenmenschliche Begegnungen. Indessen gilt es, so manche Hürde im „Behördenalltag“ zu nehmen.

Der Klavierunterricht als solcher geht zumeist sehr profund und ernsthaft vonstatten. Vermittelt werden technische Fertigkeiten ebenso wie musikalisches Hintergrundwissen für Anfängerinnen, die die meisten Häftlinge nun einmal sind. Doch Astrid Rieses Augenmerk gilt vor allem auch dem Menschen, und ihre Bemühungen tragen rasch Früchte, denn an Wünschen und Zielen mangelt es den Elevinnen nicht: Man übt und übt und erprobt sich bei Vorspielen und bald auch im Konzert. Rund um das Klavier etabliert sich auf der einen Seite ein geselliges, hoffnungsfrohes Miteinander und es bewahrheitet sich gerade hier ein bekanntes Gesetz: Das Leben ist kein leichtes, und was allein erhält, das ist die Kunst.
 
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