Mozart – Essential Symphonies Vol. IIKontakt Im Auftrag von hänssler CLASSIC PR-Agentur Virginia Tutila Krenkelstr. 22, 01309 Dresden Tel.: 0351 - 31 39 769 Fax: 0351 - 31 40 809 virginia@tutila.de http://www.haenssler-classic.de/ |
Pressetext | Interpreten | Downloads | TracksEinführung von Sir Roger Norrington(aus dem Booklet) Diese Mozart-Sinfonien wurden im September 2006 innerhalb von zwei Wochen beim Europäischen Musikfest Stuttgart aufgenommen – mehr als 20 Sinfonien von Mozart, die einen Bogen von seinen frühesten bis zu seinen letzten zehn spannen, wurden ausgewählt, um die prächtige Palette seines Schaffens zu präsentieren. Dabei wurden die unterschiedlichen sinfonischen Typen (Sinfonie, Serenade, Opernouvertüre) aus allen Jahren einbezogen, in denen Mozart Sinfonien schrieb. Wie beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart üblich, ist es unser Ziel, die Spielweise der damaligen Zeit so authentisch wie möglich wiederzugeben. So halten wir uns bei jeder Sinfonie genau an die Orchestergröße bei deren erster Aufführung (wobei das kleinste Orchester aus gerade einmal 18 Musikern besteht!). Die ersten und zweiten Violinen sitzen sich gegenüber, die Bläser stehen in Reihen auf beiden Seiten, und in der Mitte spielt ein Cembalo. Die Tempi richten sich nach den neuesten Forschungserkenntnissen. Bogenstrich, Artikulation und Phrasierung werden sorgfältig studiert, und selbstverständlich spielen wir ohne das Vibrato des 20. Jahrhunderts. Sämtliche Wiederholungszeichen Mozarts werden beachtet (allerdings lassen wir jene in den Da Capos der Menuette weg). Im Rahmen von acht Mittagskonzerten, aufgeführt von klein besetzten Orchester-Formationen des RSO Stuttgart und umrahmt von äußerst geistreichen und gelehrten Einführungen durch den Mozart-Spezialisten Robert Levin, wurden Paare früher und später Sinfonien dargeboten. Das Publikum saß in einem engen Kreis rund um die Spieler, was den Konzerten eine gewisse „Workshop-Atmosphäre“ verlieh. In Nachempfindung der Bedingungen des 18. Jahrhunderts gab es für jedes Konzert nur eine Probe am Abend vorher und ein Durchspielen der Stücke am Morgen. Jede CD dieser Ausgabe enthält eine Sinfonie aus der frühen, der mittleren und der späten Schaffensperiode. Wie bereits erwähnt, haben wir alle frühen Stücke mit Orchestern in Originalgröße gespielt (Einzelheiten siehe Titelverzeichnis). Die letzten vier Sinfonien wurden jedoch in einer ganz anderen und experimentellen Weise aufgeführt. Nur gelegentlich erlebte Mozart einmal ein "Riesenorchester“ (etwa die heutige Normalgröße). Zum ersten Mal geschah dies anlässlich seines ausgedehnten Paris-Besuchs; aber auch in Wien fand er eine solch große Gruppe „magnifique“. Bei den letzten vier Sinfonien, die er für Prag und Wien schrieb und die wir bei zwei festlicheren Wochenendkonzerten aufführten, setzten wir unsere kleinen „Werktagsorchester“ der Mittagskonzerte in einem gemeinsamen „Doppelorchester“ mit 24 Violinen und 16 Holzbläsern ein. In Anlehnung an ein zeitgenössisches System, das wahrscheinlich auch bei Händel und Haydn zum Einsatz kam, wurden die piano-Passagen von der Hälfte des Orchesters und die forte-Passagen von allen gespielt. Bei einer Mozart-Sinfonie hatte ich das noch nie ausprobiert, aber ich fand es sehr eindrucksvoll und wirksam. Möglicherweise ist das für große Sinfonieorchester ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass Sie an Mozarts erstaunlicher Kreativität auch mit all seinen verschiedenen Orchestergrößen und seinen unterschiedlichen Kompositionsperioden genauso viel Gefallen finden und dass sich zumindest etwas von dem puren Spaß, den die Musiker und das Publikum hatten, in diesen Live-Aufnahmen vom Europäischen Musikfest überträgt. Stationen der Meisterschaft Booklettext von Volker Scherliess Mozart schrieb seine Sinfonien nicht in kontinuierlicher Folge, sondern in unregelmäßigen Schüben – teils Werk auf Werk hintereinander, teils mit langen schöpferischen Intervallen: Rund zwölf entstanden seit 1764 zunächst in London und Den Haag sowie auf der Wiener Reise 1767/68. Darauf folgte bis 1771 ein weiteres Dutzend in Italien bzw. in Salzburg für italienische Auftraggeber. Somit hatte der 16-Jährige, zahlenmäßig betrachtet, bereits die Hälfte seiner Sinfonien geschrieben. ... Den ausführlichen Text finden Sie im Booklet. » zurück zur Übersicht der Künstler |