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Les Ballets Russes Vol. 3

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Sylvain Cambreling
war 1971 Posaunist beim Orchestre Symphonique de Lyon und an der Opéra Nouveau Lyon, bevor er 1975 bis 1981 Stellvertretender Musikdirektor wurde. 1976 holte ihn Pierre Boulez als ständigen Gastdirigenten des „Ensemble InterContemporain“ nach Paris. 1981 ernannte ihn Gérard Mortier zum Generalmusikdirektor des Brüsseler Théâtre de la Monnaie, wo er während seiner zehnjährigen Tätigkeit 40 Neuinszenierungen betreute.

Von 1993 bis 1997 war Cambreling Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt. Herausragende Neuproduktionen in dieser Zeit waren u. a. Wozzeck, (Regie: Peter Mussbach), Der Ring des Nibelungen (Herbert Wernicke) sowie Idomeneo (Johannes Schütz). Mit Christoph Marthaler entstanden bedeutende Produktionen, darunter Giuseppe Verdis Luisa Miller und Ludwig van Beethovens Fidelio.

Bei den Salzburger Festspielen dirigierte Cambreling u. a. Debussys Pelléas et Mélisande, Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern sowie die Uraufführung von Berios Cronaca de Luogo, bei den Bregenzer Festspielen die Uraufführung von Die schöne Wunde von Georg Friedrich Haas, bei der 1. Ruhrtriennale St. François d’Assise und La Damnation de Faust. An der Opéra National de Paris leitet er seit 2004 zahlreiche Opernaufführungen, so z. B. Don Giovanni, Die Liebe zu den drei Orangen, Simone Boccanegra, Louise und La Traviata. Erfolgreiche Gastspiele führten ihn u. a. an die Metropolitan Opera, die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper und die Staatsoper Stuttgart.

Neben seiner Tätigkeit als Operndirigent arbeitet Cambreling auch als Konzertdirigent mit allen führenden Orchestern in Europa und den USA, außerdem mit dem Klangforum Wien, dessen erster Gastdirigent er von 1997 bis 2004 war. Seit 1999 ist Sylvain Cambreling Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Mit seiner ideenreichen Programmgestaltung und als Anwalt zeitgenössischer Musik erwarb er sich internationale Anerkennung. Konzeptionell durchdachte Programme kontrastieren klassisch-romantisches Repertoire mit Neuer Musik oder schlagen historische Bögen vom Barock bis zur Avantgarde.
 
SWR Vokalensemble Stuttgart
Musikalischer Forschergeist, Experimentierlust, stilistische Bandbreite und sängerische Perfektion – das sind die Markenzeichen des SWR Vokalensembles Stuttgart. Seit vielen Jahren zählt es zu den internationalen Spitzenensembles der zeitgenössischen Musik. Die Chefdirigenten Marinus Voorberg, Klaus-Martin Ziegler und Rupert Huber haben das SWR Vokalensemble in der Vergangenheit entscheidend geprägt, seit 2003 ist Marcus Creed künstlerischer Leiter. Für die Klangschönheit und musikalische Lebendigkeit seiner Interpretationen erhielt das SWR Vokalensemble Stuttgart zahlreiche internationale Schallplattenpreise.
 
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
1946 wurde der Klangkörper, der als „swf Sinfonieorchester“ berühmt wurde und seit 1998 „SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg“ heißt, von dem neuen Sender in der französischen Besatzungszone in Dienst genommen. Dass es diesen Dienst und seinen Kulturauftrag bis heute so eindeutig als Einsatz für die Neue Musik versteht, ist neben dem ersten Musik-Abteilungsleiter des swf, Heinrich Strobel, vor allem zwei Orchesterchefs zu verdanken: dem Österreicher Hans Rosbaud und dem Franzosen Ernest Bour; von beider Repertoirebreite und Aufgeschlossenheit ist noch heute die Rede. Dazu kam das Bündnis mit Donaueschingen, das längst Synonym für „Neue Musik“ ist. Die Zahl der dort seit 1950 vom swf Sinfonieorchester uraufgeführten Stücke tendiert gegen 400, und mit seinem Einsatz für die Neue Musik hat das Orchester Musikgeschichte geschrieben.

Nach Kazimierz Kord, dem das Orchester temperamentvolle Begegnungen mit osteuropäischer Sinfonik verdankt, war Michael Gielen Orchesterchef – von 1986 bis 1999. Er stand mit seiner ironisch-provokanten Erkenntnis, für die Kunst dürfe man auch das Gehirn bemühen“, in der Tradition von Rosbaud/Bour, verstand sich als Musiker, der Kunst keinesfalls „als Palliativum, als Beruhigungsmittel“, zu verabreichen habe, sondern als Angebot an eine interessierte Hörerschaft ansah, „der Wahrheit zu begegnen. Und die ist nicht immer angenehm.“
 

 
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